Lieblingszitat…

Veröffentlicht in Bücher am 11. Januar 2012 von PanzerHerz

… aus »Schuld und Sühne« (bisher)

»Ich glaube nicht an ein Leben im Jenseits«, erwiderte
Raskolnikow. Swidrigailow saß versonnen da.
»Wie aber, wenn es dort nur Spinnen und ähnliche Dinge
gibt?«, fragte er plötzlich.
Er ist verrückt, fuhr es Raskolnikow durch den Kopf.
»Wir denken uns die Ewigkeit ja immer als eine Idee, die
man nicht verstehen kann, als etwas Gewaltiges, Endloses.
Aber warum muss sie denn unbedingt gewaltig groß sein?
Stellen Sie sich nur vor, wenn dann statt dessen plötzlich nur
ein kleines Zimmer dort wäre, etwa so groß wie eine Bade-
stube auf dem Land und ganz verräuchert, und Spinnen
säßen in allen Ecken, und das wäre die ganze Ewigkeit …
Wissen Sie, mir will es manchmal so scheinen.«

Quelle: »Schuld und Sühne«, Fjodor Michailowitsch Dostojewski; S. 370

Die Vorstellung ist einfach genial und ich würde vermutlich ziemlich ausrasten, weil ich Spinnen nicht ausstehen kann.

»Moby Dick« – Hermann Melville

Veröffentlicht in Bücher am 23. November 2011 von PanzerHerz

Das gewaltige Epos vom großen weißen Wal und
Kaptän Ahab erzählt die Geschichte von Ismael,
der sich, des Festlands müde, auf den Ozean der
Möglichkeiten begibt, indem er auf dem Wal-
fänger >Pequod< anheuert. Nach aberteuerlichen
Reisen durchalle stürmischen Meere findet er als
einziger der Mannschaft nach Hause zurück – im
Sarg seines Freundes Queeueg.

Okay, zugegeben, dieses Mal hat es verdammt lange gedauert. Das lag aber nur bedingt an dem Roman.
(An alle, die es interessiert: Ich bin umgezogen und studiere jetzt.)
Nachdem ich das Buch durchgelesen habe, kann ich verstehen, warum es ein Teil der Weltliteratur geworden ist. Die Geschichte an sich und auch die Darstellung ist ziemlich gut und ich hätte es innerhalb weniger Tage verschlungen, wenn zwischendrin nicht über mehrere Kapitel hinweg irgendein Schwachsinn gelabert wird, der zwar größtenteils mit dem Thema »Wal« zu tun hat aber niemanden wirklich interessiert. Es werden Dinge über Schiffahrt und Walfang erzählt, die man sich sowieso nicht merkt und das auch gar nicht muss, weil sie nicht weiter erwähnt werden. noch dazu wird ständig auf andere Autoren und Texte verwiesen, von denen man noch nie etwas gehört hat.
wie dem auch sei, würde man das langatmige weglassen wäre der Roman noch viel packender und ergreifender.
Alles in allem war es dann aber doch ganz interessant, jetzt kann ich zumindest stolz von mir sagen, mich durch dieses fast fünfhundert Seiten dicke Taschenbuch voller Blabla gequält zu haben.

»Stolz und Vorurteil« – Jane Austen

Veröffentlicht in Bücher am 30. August 2011 von PanzerHerz

Nicht weniger als fünf Töchter sind es, die
die Familie Bennet unter die Haube bringen muss -
und dabei dreht sich ein wildes Heiratskarussel
um Aristoktratenstolz und bürgerliche Vorurteile.

 

Man merkt natürlich sofort, dass es ein sehr alter Roman ist (1813), was das Lesen und Verstehen des Textes an sich etwas komplizierter macht und mehr Konzentration erfordert aber nichts desto trotz ist es eine schöne Liebesgeschichte, die nicht zu viel Drama enthält.
Ihr werden vielleicht eher den Film aus dem Jahr 2005 mit Keira Knightley kennen und dazu kann ich nur sagen, dass der Roman recht gut umgesetzt wurde. Eigentlich sogar ziemlich gut. Wenn euch der Film also gefallen hat, dann wird es das Buch mit ziemlicher Sicherheit auch, meiner Meinund nach keine Fehlinvestition.
Und ich würde jetzt gerne in die Zeit zurück reisen, nur als kleinen Urlaub, um zu sehen, ob es wirklich derart malerisch und romantisch war, wie die gute Jane es dargestellt hat.

»Der Joker« – Markus Zusak

Veröffentlicht in Bücher am 20. August 2011 von PanzerHerz

Kurz bevor ich in den Bankraub geraten bin, habe ich Bilanz
über mein Leben gezogen. Ein Taxifahrer, der schwindelt,
was sein Alter angeht. (Eigentlich muss man zwanzig sein,
um Taxi fahren zu dürfen.)
Keine Ausbildung.
Keine Freundin.
Nur eine schäbige Hütte und ein sabbernder Hund namens
Türsteher.

Ed Kennedys eintöniges, richtungsloses Dasein ändert sich
schlagartig, als er eines Tages einen Banküberfall verhindert
und ein Ass im Briefkasten findet – die erste von vier
Spielkarten, die seinem Leben eine höchst denkwürdige
Wendung geben.

Dieser Roman ist von dem gleichen Autor wie »Die Bücherdiebin« und es ist ebenso wundervoll. Ich weiß nicht genau, warum ich so lange gebraucht habe um es zu lesen, vielleicht weil ich nicht immer die Motivation dazu hatte irgendetwas zu tun. Trotzdem könnte ich es wieder und wieder lesen, denn Markus Zusak ist ein wahres Genie.
Die Wortwahl und der Ausdruck ähneln seinem bisher erfolgreichsten Roman, man merkt also durchaus an einigen Stellen, dass das Buch von dieser Person verfasst wurde.
Die Geschichte ist mit einigen traurigen Einzelheiten bestückt, etwas mehr, als vielleicht nötig gewesen wäre um einen Roman zu schreiben aber gerade im richtigen Maß um einen verdammt guten Roman zu schreiben.
Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der all die Geschichten ohne Handlung und eintönig graue Charaktere satt hat.

»Transformers – Revenge of the Fallen« – Alan Dean Foster

Veröffentlicht in Bücher am 31. Juli 2011 von PanzerHerz

»The Fallen shall rise again…«
This cryptic warning is ignored by the national security
advisor who feels the ruthless Decepticon threat is no
more. The allies are victorious, the enemy has been
defeated, and the world is safe. Small attacks around the
world have been contained, and the remaining pieces of
the coveted AllSpark are locked in an electromagnetic
cault on one of the most secure Naval bases in the world.
But nothing is as it seems, and there is a shift in the
shadows. Things can chance in an instant – and fragile
peace will become all-out war.

Ja, das Buch war auf englisch aber es hat sich recht angenehm lesen lassen. Die Sprache war simpel aber nicht langweilig, die Geschichte war die gleiche, wie im Film – bis auf ein paar abgeänderte Momente, aber das ist normal. Das Ende hingegen ist wirklich alternativ, prinzipiell ändert sich nicht, wer überlebt und wer stirbt aber wie dies von Statten geht ist etwas anders.
Trotzdem ist das Buch wirklich mehr etwas für Fans, die damit auch etwas anfangen können, den Film also genial fanden und es noch einmal auf andere Weise erleben wollen. Sprich: für mich ist es optimal.
Sehr geeignet ist es auch für Fans, die Englisch üben wollen, denn anhand dieses Buches kann man sich unter anderem ein paar neue Vokabeln aneignen (sie müssten nicht zwingend hilfreich sein) und einige Formulierungsmöglichkeiten gibt’s auch.

Nachfolger ist »Transformers – Dark of the Moon«.

»Ich will dich nicht töten« – Dan Wells

Veröffentlicht in Bücher am 4. Juli 2011 von PanzerHerz

Nachfolger von »Ich bin kein Serienkiller« und »Mr Monster«

Ich heiße John Cleaver, bin sechzehn Jahre
alt und velriebt. In Marci, das heißeste
Mädchen der Schule. Sie will mit mir ausgehen.
Wäre ich ein normaler Junge, wäre also alles
in Ordnung. Aber ich bin nicht normal.
Ich träume von Feuer, Gewalt und Tod. Ich bin
ein Killer. Und ich habe Angst um Marci.
Denn ich will sie nicht töten.

Doch habe ich eine andere Wahl?

Wie die Vorgänger des Buches gefällt mir auch dieses ziemlich gut.
Die Thematik ist die selbe geblieben, auch wenn die weibliche Protagonistin plötzlich eine andere ist. Der Wechsel ist allerdings logisch und nachvollziehbar dargstellt, weshalb man sich darüber nicht beschweren kann.
Dieser Roman hält allerdings ein paar Überraschungen und Wendungen bereit, mit denen man definitiv nicht rechnen kann, andere hingegen sind ziemlich vorhersehbar. Doch das tut dem Buch an sich keinen Abbruch, finde ich, denn es ist spannend und interessant bis zum Schluss.
Es wird auch mehr auf die Gefühlswelt und Empfindungen des Protagonisten eingegangen als beispielsweise im ersten Buch – welches dadurch aber trotzdem kein bemerkenswertes Manko hat.
Wer sich dafür interessiert einen Roman zu lesen, der Thriller und Science Fiction interessant und fesselnd verbindet ist mir dieser Trilogie von Dan Wells gut beraten.

»Zivildienstroman« – Christian Bartel

Veröffentlicht in Bücher am 18. Juni 2011 von PanzerHerz

Minigolfspielen
gilt im Behindertenbuisness als Feuerprobe
für Neulinge. Der Ball darf entweder mit dem
Schläger, dem Fuß, der Hand oder irgendei-
nem anderen eigenen oder fremden Körperteil
gespielt werden, außerdem kann er gestreichelt
sowie in die Tasche gesteckt werden.

Ziel des Spieles ist es, den Ball in möglichst
unwegsames Gelände zu spielen, wo er vom
neuen Zivi gesucht werden muss, während die
festangestellten Betreuer Kaffee trinken. Die
Aufbauten an den Bahnen dagegen spielen
überhaupt keine Rolle, die Löcher erst recht
nicht.

Trotzdem macht es irrsinnigen Spaß, aber
das kann man nicht erklären, man muss es
erlebt haben.

Die Geschichte ist wirklich lustig und auf eine etwas naive Weise beschrieben.
Das macht alles zwar etwas schleppend – ich hatte Probleme das Buch zu lesen – aber übt auch einen besonderen Reiz aus.
Dafür, dass es sich irgendwie schwerfällig lesen lässt ist das Buch nicht allzu dick und hat lediglich 21 Kapitel. Auf diesen passiert alles mögliche und man muss hin und wieder durchaus schmunzeln.
Auf jeden Fall macht es Spaß das Buch zu lesen, es malt einem Bilder in den Kopf und wer gerne über die (ehemalige) Bundeswehr lachen möchte, kann das mit diesem Roman auf jeden Fall.
Christian Bartel sagte selbst, es handele sich mittlerweile sogar schon um einen historischen Roman.

»Wintermädchen« – Laurie Halse Anderson

Veröffentlicht in Bücher am 5. Juni 2011 von PanzerHerz

Ich rolle mich mit dem Gesicht zur Wand. Glasscherben
rasen auf mein Herz zu, weil Cassie tot wie Stein ist.
Sie starb im Gateway Motel, und ich bin schuld. Nicht
die Modezeitschriften im Umkleideraum oder die hormon-
geschädigten Jungs auf dem Pausenhof. Nicht die Erfinder
von Kleidergröße 0 und 00. Nicht mal ihre Eltern.

Ich bin nicht ans Telefon gegangen.

Ein Buch über Anorexie, Einsamkeit und Selbstverletzung. Lebensmüde, verloren und hilflos.
Dieses Buch beschreibt unfassbar lebhaft, wie sich die Protagonistin mit ihren Problemen fühlt, ohne dass irgendwelche medizinischen Fachausdrücke, Diagramme oder Behandlungen im Mittelpunkt stehen und den Lesefluss negativ beeinträchtigen.
Die Wortwahl ist farbenfroh aber gleichzeitig so grau und mit einer Traurigkeit belastet, dass deutlich wird, wie schwer diese Erkrankung ist. Dass sie nichts ist, die wieder vorüber geht.
Erkrankte brauchen Hilfe aber dabei muss Konsequenz vorherrschen. Und sie müssen gesund werden wollen.
Die Essstörung wird nicht schreiend hervorgehoben, ist aber ein wichtiger Zusatz, der auch nicht heruntergeredet oder bei Seite geschoben wird. Generell habe ich das Gefühl, dass taktvoll und intelligent mit der Thematik umgegangen wird, auch wenn die Autorin selbst keine Essstörung hat (soweit ich weiß).
Wie gesagt hat das Buch eine gewisse Traurigkeit, allerdings keine, die einen sonderlich herunter zieht. Man wird nachdenklich aber man hat nach wie vor Interesse daran, das Ende zu erfahren. Es ist ein gutes Buch, muss ich ehrlich sagen.

»Roter Drache« – Thomas Harris

Veröffentlicht in Bücher am 3. Juni 2011 von PanzerHerz

Nachfolger von »Hannibal Rising«.

Eine beklemmende Charakterstudie
von unheimlicher Spannung und
erschreckender Abgründigkeit

Ein Killer verbreitet Angst in Florida. Er hat schon
zehn Menschen umgebracht. Und die Mordserie
reißt nicht ab. Der Täter, ein von seinen Obsessionen
gequälter, mißgestalteter Mann, identifiziert sich
immer mehr mit dem Roten Drachen nach William
Blakes Gemälde…

Das Buch ist absolut genial, ich muss ehrlich sagen: ich liebe es.
Die Zerissenheit Dolarhydes, wie seine psychische Krankheit zu Stande kam und wie er damit umgeht wird Detailgetreu und nachvollziehbar dargestellt. Die Konzentration scheint aber auf dem Antagonisten zu lasten, als auf dem Protagonisten Will Graham. Fraglich ist allerdings, wen Harris als Pro- oder Antagonisten gesehen hat.
Zu Beginn wird aus der Sicht Grahams geschrieben, erst im Laufe des Buches konzentriert sich die Handlung mehr und mehr auf Dolarhyde, wobei dieser mehr menschliche Regungen zu besitzen scheint als Graham.
Hannibal Lecter spielt kaum eine Rolle und taucht nur gelegentlich auf.
Das Ende ist etwas anders als im Film, was mich persönlich allerdings nicht weiter gestört hat.

Nachfolger ist »Das Schweigen der Lämmer«.

»Dracula« – Bram Stoker

Veröffentlicht in Bücher am 31. Mai 2011 von PanzerHerz

Als Jonathan Harker nach Transsylvanien
reist, um dem Grafen Dracula ein
Anwesen in London zu verkaufen, kann
er nicht ahnen, dass er in die Fänge eines
blutsaugenden Untoten gerät…

Der berühmteste Vampir der Welt bietet eine wunderbare Abwechslung zu den Glitzerfeen, die momentan die Bücherläden und Kinoleinwände unsicher machen und irrtümlicherweise als Vampire bezeichnet werden.
Echte Vampire glitzern nicht in der Sonne, sie holen sich Verbrennungen und sterben.
Ich will jetzt wirklich niemanden angreifen, die die Romane einer gewissen Mormonin so schätzen aber meiner Meinung nach ist die Darstellung lächerlich, die Protagonistin hat so viel Charakter wie ein Legostein und das Lob ist verschwendet.
Aber wie auch immer.
Das Buch ist alt und spielt was weiß ich wann – es ist ewig her, das sich es gelesen habe und ich hab es erst kürzlich wieder gefunden – demnach ist der Ausdruck auch altertümlich, allerdings nicht so schleppend wie erwartet. Dafür ist es ein verdammt dicker Schinken und gibt einem somit gut was zu tun, es sei denn man kann verdammt schnell lesen.
Jedenfalls kann ich jedem nur raten sich einmal den Urvater der nächtlichen Kreaturen anzusehen, enttäuscht wird man sicherlich nicht.

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