»Roter Drache« – Thomas Harris
Nachfolger von »Hannibal Rising«.
Eine beklemmende Charakterstudie
von unheimlicher Spannung und
erschreckender AbgründigkeitEin Killer verbreitet Angst in Florida. Er hat schon
zehn Menschen umgebracht. Und die Mordserie
reißt nicht ab. Der Täter, ein von seinen Obsessionen
gequälter, mißgestalteter Mann, identifiziert sich
immer mehr mit dem Roten Drachen nach William
Blakes Gemälde…
Das Buch ist absolut genial, ich muss ehrlich sagen: ich liebe es.
Die Zerissenheit Dolarhydes, wie seine psychische Krankheit zu Stande kam und wie er damit umgeht wird Detailgetreu und nachvollziehbar dargestellt. Die Konzentration scheint aber auf dem Antagonisten zu lasten, als auf dem Protagonisten Will Graham. Fraglich ist allerdings, wen Harris als Pro- oder Antagonisten gesehen hat.
Zu Beginn wird aus der Sicht Grahams geschrieben, erst im Laufe des Buches konzentriert sich die Handlung mehr und mehr auf Dolarhyde, wobei dieser mehr menschliche Regungen zu besitzen scheint als Graham.
Hannibal Lecter spielt kaum eine Rolle und taucht nur gelegentlich auf.
Das Ende ist etwas anders als im Film, was mich persönlich allerdings nicht weiter gestört hat.
Nachfolger ist »Das Schweigen der Lämmer«.
3. Juni 2011 um 21:35
Ich bin gerade über deinen Blog gestoßen und habe diesen Eintrag gefunden :) Ich habe bisher leider nur den Film gesehen und habe es immer versäumt, das Buch zu lesen…
4. Juni 2011 um 13:07
Wie gesagt, das Buch kann ich auch nur empfehlen. Man versteht die Beweggründe von Dolarhyde besser. Der Film ist natürlich auch ziemlich gut aber das Buch ist eben einfach besser, so wie es eigentlich immer ist, wenn das Buch zuerst da war ^^