Archiv für Oktober, 2010

Halloween

Posted in Müllabfuhr on 31. Oktober 2010 by PanzerHerz

Zu Allererst: Happy Halloween!
Gestern war in der Disko natürlich eine entsprechende Party. Nach einer dreiviertelstunde Anstehen und dabei halb zerquetscht werden (von der Loveparade hat man offensichtlich wenig gelernt) hat man es dann endlich geschafft war es drinnen ungefähr genauso voll wie draußen. Tanzen konnte man ganz vergessen und Gott sei Dank gab es immernoch den Biergarten, in den man flüchten konnte. Dort war es nicht ganz so voll, soll heißen, man stand jemandem nicht gleich auf dem Fuß.
Auffällig waren die vielen Leute ohne Verkleidung, was wirklich genervt hat. Die hätte man bei einer Halloweenoparty gar nicht erst reinlassen dürfen allerdings hatten die Betreiber der Disko vermutlich Angst, dann nicht genug Geld zu verdienen.
Was allerdings noch öfter zu sehen war, waren die ganzen Weiber, die sich wie billige Prostituierte angezogen haben. Ich weiß nicht ob ihr den Film Girls Club – vorsicht bissig kennt aber dort wird erwähnt, dass die jungen Erwachsenen weiblicher Natur Halloween als Möglichkeit wahrnehmen sich wie Schlampen anzuziehen, ohne dafür sozial ausgeschlossen zu werden. Überaus zutreffend, das kann ich nur bestätigen.
Jedenfalls hat dieser abend mir nur wieder gezeigt, wie schlecht ich in Diskotheken passe, ob ich überhaupt noch mal hingehe, werde ich mir überlegen. Aber vermutlich schon, man wird ja ständig dazu überredet.

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Surrounded by idiots

Posted in Müllabfuhr on 20. Oktober 2010 by PanzerHerz

Muss man sich eigentlich ständig die lächerlichen, stümperhaften Flirtversuche von Bekannten über sich ergehen lassen, die man mal als gute Freunde betrachtet hatte, bis man feststellte, dass es völlige Trottel sind?
Noch besser ist es dann natürlich, wenn man sie darauf anspricht aber sie dann abstreiten jemals gesagt zu haben, man hätte einen „geilen“ Hintern nebenher aber noch hinzufügen, sie hätten niemals das Gegenteil behauptet.
Ich finde mich selbst nicht attraktiv, wie diese Freunde sehr wohl wissen und ich will von ihnen auch ganz sicher nichts darüber hören.
Es ist wirklich schwer, die Wünsche von „guten Freunden“ zu respektieren, oder?
Dämliche Trottel, denkt weniger mit eurem Phallus und mehr mit eurem Gehirn, dazu ist es nämlich da.

Ich will mein Bobbycar zurück

Posted in Müllabfuhr on 17. Oktober 2010 by PanzerHerz

Wer erinnert sich noch an sein erstes Auto?
Ich auf jeden Fall, denn es steht vor der Tür. Eher weniger als mehr, denn es ist in der Werkstatt. Das gute Stück hat sich nämlich gedacht mich ärgern zu müssen und verweigert mir den Zugriff auf den Rückwärtsgang, den ersten und teilweise auch den zweiten Gang. Beim Abbiegen schaltet man ja in diesen und wenn man dann leider in den vierten Gang rutscht kann man gar nicht so gut weiterfahren.
Als ein guter Freund von mir meinte, es wäre vermutlich das Getriebe total im Arsch oder im schlimmsten Falle auch noch die Kupplung durch hätte ich fast angefangen zu weinen. Gelogen, ich hab mir nur gedacht: »FUCK, wer soll das bezahlen?« Ich hab definitiv kein geld für eine Reperatur oder sogar einen neuen Wagen. Was sich auch gar nicht lohnen würde, denn ich fahr nur noch dieses Jahr zur Schule und dann ziehe ich um, damit ich zur Uni laufen kann.
Glücklicherweise ist mein Vater ein guter Mensch und hat sich nun darum gekümmert, dass jemand das in Ordnung bringt.
Wenn sich herausstellt, dass ich alles kaputt gemacht hab, kann ich mir vorstellen, wie sehr man mir den Arsch aufreißen wird.
Gerade fällt mir ein, dass in dem Auto total viel Kram war und ich diesen Kram nicht ausgeräumt hab, bevor es zum Mechaniker gekommen ist. Unter anderem befindet sich darin ein Haufen Kleingeld. Das ich natürlich nicht nachgezählt hab. Verdammt.
Jedenfalls – um mal einen Bezug zum Titel herzustellen – mit meinem Bobbycar damals hatte ich nicht halb so viele Probleme. Da ging nur irgendwann die Hupe nicht mehr.

Und ich hab’s doch getan!

Posted in Müllabfuhr on 16. Oktober 2010 by PanzerHerz

Ich weiß nicht, was mich geritten hat.
Aber ich bin jetzt bei Fressenbuch, so wie absolut jeder andere auch, juhu, ich bin mainstream.
Was mir das nun bringen soll, außer noch weniger Platz in meiner Lesezeichenleiste, najo wie auch immer.
Es ist auch egal.
Eigentlich ist dieser Umstand es noch nicht mal wert einen Post darüber zu verfassen … öhöm.
Wie auch immer. Nur, dass ihr Bescheid wisst.
(Für Twitter hab ich nun aber wirklich keine Verwendung.)

»Das Parfum« – Patrick Süskind

Posted in Bücher on 14. Oktober 2010 by PanzerHerz

(Meine Ausgabe hat gar keinen Klappentext.
Da stehen nur ein Haufen Kommentare.)

Dieses Werk wird nicht umsonst mit Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque verglichen (welches ich auch gelesen habe). Es ist einfach großartig. Es gibt Bücher die man verschlingt – dieses ist eines davon – und die man noch einmal lesen muss um sie zu genießen. Ich fang gleich noch mal von vorne an, um jede einzelne Facette in mich aufzunehmen, so wie Grenouille jeden einzelnen Teil eines Geruches in sich aufnimmt.
Verdammt, dieser Patrick Süskind ist ein wirklich begabter Penner!
Wenn seine anderen Bücher auch so verflucht gut sind, dann hol ich die mir.
Ich kann dieses Buch jedenfalls nur wärmstens empfehlen.

Tote Menschen, Zigaretten und McDonalds

Posted in Müllabfuhr on 10. Oktober 2010 by PanzerHerz

Es kann sich nur noch um Stunden handeln, denke ich mir, während wir durch das größte Kaff der Erde fahren. Eigentlich ist es nicht das größte Kaff der Erde. Es ist größer als mein Heimatkaff, aber irgendwie scheint es ausschließlich von alten Menschen bevölkert zu sein. Dafür hat trotzdem die neue Weltordnung Einzug gehalten, ein extremer HipHopper geht mit einem kleinen Kind an der Hand vorbei. Vielleicht seine Tochter. Hoffentlich seine Nichte. Der Kerl kann nicht älter als zwanzig sein – körperlich – und ist im psychischen Entwicklungsstadium irgendwo zwischen Trotzphase und Pubertät stecken geblieben.
Zumindest scheint die Sonne. Obwohl, nein, das ist schlecht. UVA- und UVB-Strahlen rufen Hautreizungen hervor, die Zellen versuchen sich zu schützen und verfärben sich. Das sogenannte „Bräunen“ ist eigentlich auch nur eine Tortur der oberen Hautschichten. Ich bin ohnehin schon Hautkrebs gefährdet also verzichte ich auf direkte Sonneneinstrahlung so oft wie möglich. Natürlich nicht zu oft. So böse Sonnenlicht auch ist, man braucht UVB-Strahlen, damit der Körper Vitamin B produzieren und in die Knochen einlagern kann. Sonst bin ich irgendwann wirklich so biegsam wie ein wabbelndes Stück Gelee.
Auf Osteoporose hab ich nun wirklich keine Lust, ich krieg schon noch Lungenkrebs früh genug, das reicht. Wie auch immer, wir halten an. Oh wow, der Friedhof. Ich mag Friedhöfe. Sie sind friedlich. Sagt der Name eigentlich auch schon. Aber es sind so gut wie nie Leute da und irgendwie scheint eine unsichtbare Kuppel diesen Ort von allen Geräuschen abzuschirmen. Ich liebe es. Das einzige, was stört sind meine Eltern und mein Bruder. Nichts gegen sie, sie sind die einzigen Lebewesen, dessen Gegenwart ich länger als drei Stunden am Stück ertragen kann ohne Mordgedanken zu entwickeln – manchmal. Liegt vermutlich daran, dass wir die Kommunikation auf das Nötigste beschränken.
Nein, es ist nicht so, als würden wir uns nicht um einander kümmern. Wir sind nur alle erwachsen – mehr oder weniger – und haben keine Lust auf Stress. Doch wenn uns irgendjemand dumm kommt schrecken wir natürlich nicht davor zurück auch mal unhöflich zu werden.
Während wir vor dem Grab meiner Großeltern stehen – mein Bruder zieht verdächtig die Nase hoch – überlege ich mir schon, wie ich den Moment in Worte fassen kann. Bis ich dazu komme irgendetwas aufzuschreiben habe ich die Formulierung natürlich schon längst wieder vergessen aber man hat zumindest etwas zu tun. Mein Bruder zieht sich freundlicherweise zurück und wartete mehrere Meter entfernt auf einer halb morschen Holzbank, mein Vater sucht das Grab seines eigenen Vaters. Das ist eigentlich ein lustiges Suchspiel, es erinnert mich ein wenig an MineSweeper. Mein Großvater väterlicherseits hat einfach nur ein namenloses Urnengrab irgendwo auf einem Stück Rasen. Spart Geld, die Stadt kümmert sich darum. Hat nicht mein Vater entschieden, sondern dessen Mutter, die liegt momentan im Krankenhaus, weil sie dabei versagt hat aus ihrem Bett aufzustehen und sich den Oberschenkel gebrochen hat. Sie war schon immer irgendwie komisch, hatte ständig irgendetwas und hatte vermutlich mehr Operationen als Pamela Anderson aber … keine Ahnung, ich glaub sie stirbt bald. Oder sie glaubt, bald zu sterben, denn sie wird schrecklich sentimental. Als ob sie Jahrelange Arschhaftigkeit plötzlich wieder gut machen könnte. Es bringt nichts, auf dem Sterbebett irgendetwas zu bereuen, denn nur weil irgendwer verreckt sind nicht plötzlich alle Menschen sanftmütig. Vielleicht bin ich auch nur ein Arsch aber Lebewesen neigen nun mal dazu irgendwann den Löffel abzugeben. Dagegen kann man nichts machen und man sollte es auch nicht. So ist der Lauf der Dinge. Ich will jetzt nicht damit sagen, dass es egal ist ob irgendwer stirbt. Klar, irgendwer ist immer traurig – wäre irgendwie übel wenn es anders wäre – aber es ist nicht zwingend das Ende der Welt. Ich find großartiges Gejammer bei alten Menschen einfach unnötig. Ihre Zeit war eben gekommen. Bei Kindern ist es was anderes. Da ist es irgendwie falsch. Aber wie auch immer, den Tod kann man nicht aufhalten und ich mach es ihm leichter, indem ich den Weg zur Lunge einfach mal ordentlich mit Teer belege. Dafür erwarte ich ein ordentliches Dankeschön, immerhin kann er jetzt nicht mehr ausrutschen.
Wo war ich?
Ach ja, mein Vater sucht weiterhin seinen eigenen, mein Bruder versucht seine Molekularmasse nicht zu verändern, um die Bank nicht zum Einsturz zu bringen und ich stehe neben meiner Mutter vor dem Grab meiner Großeltern und jongliere gedanklich mit Worten, während sie an den Blumen herum zupft. Als sie anfängt zu reden ist ihre Stimme gefährlich belegt und das ist etwas, dass ich nicht abkann. Ich habe wegen meiner toten Großeltern keine Träne vergossen aber ich mag es wirklich nicht, wenn meine Eltern traurig sind. Oder wenn sie sich Sorgen machen. Ich glaub ich würde es ihnen nicht einmal sagen, wenn ich Krebs hätte. Oder zumindest würde ich sehr lange damit warten. Wie sagt man sowas auch? Schickt man eine lustige, bunte Karte auf der steht „Verdamm, ich werde sterben, aber sonst ist alles oke“?
Zugegeben, zu meinem Humor würde es passen aber sogar mir fällt auf, dass es wirklich taktlos wäre.
Während wir wieder zum Auto gehen fällt mir auf, dass ich meine Zigaretten vergessen hatte – die Schachtel war erst angebrochen gewesen – was für mich an eine absolute Katastrophe grenzt. Ohne Zigaretten bin ich … einfach ein Junkie auf Entzug. Und ich neige zu Aggressionen. Gegen alles und jeden. Es hat ein mal jemand den Fehler gemacht mir eine Kippe zu klauen. Er hatte zwei Wochen lang einen dunkelblauen Fleck auf dem Rücken. Ich hab ihn angesprungen und gebissen. Beißen ist wirklich das Zaubermittel schlechthin. Es befriedigt ungemein, besonders wenn man gerne Leute vor Schmerz schreien hört, es hinterlässt Spuren, wunderbare Erinnerungen und wenn man nicht sonderlich kräftig ist macht das gar nichts. Nur nach vollbrachter Tat sollte man vielleicht schnell laufen können.
Ich denke, ich habe meine Nikotinsucht nun sehr deutlich gemacht.
Nebenher fange ich an zum allmächtigen Spagettimonster zu beten, dass wir auf dem Heimweg bei Mc Donalds halten. Ja, die goldene Möwe ist böse, genauso böse wie das andere, das weiter oben erwähnt wird. Trotzdem sind die McWraps supergeil und das einzige fleischhaltige Etwas auf der Speisekarte, bei dem ich weder Durchfall noch krampfartiges Erbrechen kriege. Und ich brauche mein Fleisch. Nicht so sehr wie meine Zigaretten aber es kommt nah dran.
Hat eigentlich mal jemand versucht einen Wurstkuchen zu backen?
Wie mega geil wäre eigentlich Superman in einem Batmankostüm?

Zwischenbericht

Posted in Müllabfuhr on 7. Oktober 2010 by PanzerHerz

Okay!
Morgen ist mein letzter Schultag vor den lang ersehnten und wohlverdienten Herbstferien. In diesen muss ich noch „Das Parfum“ lesen, von dem ich noch nicht mal weiß, ob meine Eltern es überhaupt besitzen. Ich hab heute in Deutsch für die Gedichtsverfilmung, an der ich in den letzten zwei Wochen mit meinen Klassenkameraden gebastelt hab eine fette EINS gekriegt – was anderes wäre auch nicht akzeptiert worden. Heute war das letzte Mal Schwimmen mit der Schule, was ich wirklich vermissen werde, denn es gibt nichts besseres als meinem einen Klassenkameraden zuzusehen, wie er fast ertrinkt.
Mein Laptop ist immernoch awesome, was mich allerdings stört ist, dass ich die dämliche Testversion von Windows-Office nicht loswerde und somit weder Word noch irgendein anderes Programm davon nutzen kann. Bis auf den Mediaplayer, so muss ich zumindest nicht ohne Musik tippen.
Irgendwie muss ich das Teil wirklich noch austricksen, ich brauch mein Word. Und auf Open Office hab ich keine Lust, das kennt die meisten Wörter aus meinem Wortschatz gar nicht.